In der Folge einer Existenziellen Grenzerfahrung entwickeln die meisten Menschen Überlebensstrategien, wie Härte, Flexibilität und enorme Ausdauer. Mit diesen Qualitäten will sich die Seele vor erneuten Traumatisierungen schützen. Nebenbei dienen diese Eigenschaften auch dem privaten und beruflichen Vorankommen. Führungskräften dienen sie in der Regel zu ihrem Aufstieg. Die verdrängte traumatische Schockenergie bleibt jedoch im Körper, Stammhirn und autonomen Nervensystem gespeichert. So entsteht im Unbewussten eine zwanghafte „weg von“-Trauma Dynamik, die sich auf alle Lebensbereiche überträgt. Die davon weiter abgeleiteten Folgen reichen von Nicht-Fühlen, Stress, chronischen Erkrankungen, mentalen Blockaden, Fehl- und Nichtentscheidungen bis zum Burnout-Syndrom. Da die Seele ein nicht-lineares Organisationsprinzip ist, zeigen sich die Folgethemen grundsätzlich in wiederkehrenden Mustern. Man zieht sich, meist entgegen bester Vorsätze, immer wieder ähnliche Lebensumstände und Menschen an, man dreht sich im Kreis oder kommt dauerhaft nicht an (Leerlauf). Die Existenzielle Grenzerfahrung prägt zudem das innere Erleben mit einer charakteristischen Grundstimmung (z.B. Schwere, Leere, Trauer, Vergeblichkeit, Sinnlosigkeit, etc.).